Bremerhaven: 59-Jähriger soll Jobcenter um 6,1 Millionen Euro betrogen haben

Vor dem Landgericht Bremen hat am Dienstag der Prozess gegen einen 59-Jährigen begonnen, der das Jobcenter in Bremerhaven um 6,1 Millionen Euro betrogen haben soll. Der Mann muss sich wegen Sozialbetrugs in 724 Fällen verantworten. Er soll laut Anklage als Vorsitzender zweier gemeinnütziger Vereine unberechtigte Auszahlungen an bulgarische Zuwanderer erwirkt haben. Zu diesem Zweck soll er zwischen 2013 und 2016 den Menschen zum Teil falsche Arbeitsverträge ausgestellt haben und sie bei der Begründung von Scheinselbstständigkeit unterstützt haben. Das Jobcenter Bremerhaven zahlte daraufhin in 691 Fällen Sozialleistungen aus. In weiteren 33 Fällen soll das Jobcenter die Auszahlungen hingegen abgelehnt haben. Am Dienstag wurde nach Angaben eines Sprechers zunächst die 92-seitige Anklageschrift verlesen. Für den Prozess wurden zunächst Verhandlungstermine bis Juni kommenden Jahres angesetzt.

AFP