Expertenrat-Mitglied: Keine Großveranstaltungen in derzeitiger Lage (DPA)
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Der Kommunal-Vertreter im Corona-Expertenrat der Bundesregierung, Stefan Sternberg, hat sich in der derzeitigen Pandemielage gegen Großveranstaltungen ausgesprochen. „Ich sehe im Moment überhaupt gar keine Chance mehr für Großveranstaltungen“, sagte der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Wenn man schaue, wie es in den Nachbarländern zu dem drastischen Aufwuchs der Corona-Infektionen gekommen sei, dann könne man da definitiv sehen, dass das Großveranstaltungen gewesen seien. Sie hätten wegen der hohen Ansteckung der Variante Omikron dazu geführt, dass sich das Infektionsgeschehen ausgedehnt habe. Da müsse man ran. Sternberg sagte, es sei wichtig, in der Pandemie-Bekämpfung wieder einen roten Faden zu haben und nicht von Welle zu Welle zu laufen. „Wir haben Ende September die Impfzentren geschlossen, Ende Oktober haben wir sie dann wieder eröffnet. Wir müssen längerfristig zu stabilen Krisenstrukturen kommen, um die Bürgerinnen und Bürger auch mitzunehmen“, mahnte er. Besprochen werden müsse auch, wie man auf Veränderungen in der Pandemie reagieren können. „Da sind wir im Moment einfach noch nicht gut genug für aufgestellt. Wir haben als Landkreis Strukturen, die haben wir für eine kurze Krisenbewältigung, aber nicht für so lange Zeit und nicht für jetzt bald zwei Jahre.“ Im Kampf gegen die befürchtete neue massive Corona-Welle beraten Bund und Länder am Dienstag über schärfere Beschränkungen zum Jahreswechsel. Im Fokus der Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) soll die Reduzierung privater Kontakte auch für Geimpfte und Genesene nach Weihnachten und zu Silvester stehen.

DPA