Iran-Krieg und Ölpreis-Schock schicken Fluglinien-Aktien auf Talfahrt

Der US-israelische Angriffskrieg und die Auswirkungen auf die Ölpreise treffen auch die Fluggesellschaften: Flüge werden gestrichen, Aktien stürzen ab.

By
Teheran, Iran, 08.03.2026 / Foto: Hassan Ghaedi/AA

Steigende Ölpreise und der US-israelische Angriffskrieg gegen den Iran haben die Aktien von Fluggesellschaften in Asien am Montag stark belastet. Die Papiere von Qantas, Air New Zealand, Cathay Pacific, Japan Airlines, Korean Air Lines sowie der großen chinesischen Fluggesellschaften China Southern und China Eastern fielen zwischen vier und mehr als zehn Prozent. Der Ölpreis war um 20 Prozent in die Höhe geschnellt und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2022. Dies nährt Befürchtungen vor einer Angebotsverknappung und längeren Lieferunterbrechungen.

Treibstoff ist nach den Personalkosten der zweitgrößte Kostenfaktor für Fluggesellschaften und macht in der Regel ein Fünftel bis ein Viertel der Betriebskosten aus. „Wenn der Rohölpreis um 20 Prozent steigt, steigt der Kerosinpreis noch stärker, da er noch knapper ist“, sagte Subhas Menon, Leiter des Verbands der Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum. Dies führe zu erheblichen Mehrkosten. Der unabhängige Luftfahrtanalyst Brendan Sobie erklärte, das Umfeld für die Fluggesellschaften sei bereits vor der Krise im Nahen Osten schwierig gewesen. „Diese bereits hohe Unsicherheit hat nun noch weiter zugenommen“, sagte er.

Die Krise hat weitreichende Folgen für den Flugverkehr. Dem Datenanbieter Cirium zufolge wurden zwischen dem 28. Februar und dem 8. März mehr als 37.000 Flüge von und nach Nahost gestrichen. Gestrandete Passagiere zahlen hohe Summen, um die Region zu verlassen. Australien hat die Familienangehörigen von Diplomaten in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgefordert, das Land zu verlassen. Der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu sagte am Sonntag, Flüge von Turkish Airlines und anderen Gesellschaften in den Irak, nach Syrien, in den Libanon und nach Jordanien seien bis zum 13. März gestrichen worden. Die USA haben nach Angaben des Außenministeriums seit letzter Woche Tausende von US-Bürgern mit Charterflügen ausgeflogen.

Piloten berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Häufung von Konflikten – von der Ukraine über Afghanistan bis hin zum israelischen Vernichtungskrieg in Gaza – die psychische Belastung erhöhe. Sie seien gezwungen, mit einem schrumpfenden Luftraum und einer Flut von Militärdrohnen zurechtzukommen.