Iran-Krieg: Steinmeier verschiebt Asienreise

Wegen der Angriffe Israels und der USA auf den Iran sind mehrere Lufträume in der Region geschlossen. Bundespräsident Steinmeier verschiebt seinen geplanten Flug nach Südostasien.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier / Reuters

Angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten wegen des Iran-Kriegs verschiebt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine geplante Asienreise. Es gebe derzeit keine ausreichend sicheren und praktikablen Flugmöglichkeiten, erklärte seine Sprecherin am Donnerstag zur Begründung.

Eigentlich wollte Steinmeier am Sonntag nach Indonesien und auf die Philippinen reisen. Die Reise sollte bis zum 13. März dauern. Wann sie gegebenenfalls nachgeholt wird, blieb zunächst unklar.

Wegen der am Wochenende gestarteten Angriffe Israels und der USA auf den Iran sind mehrere Lufträume in der Region geschlossen. In den vergangenen Tagen saßen unter anderem auf der indonesischen Insel Bali tausende Reisende wegen Störungen im Flugverkehr fest.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von völkerrechtswidrigen Luftangriffen gegen die Islamische Republik Iran gestartet. Dabei wurden neben mehreren ranghohen Vertretern des Iran – darunter das geistige Oberhaupt des Iran und der Schiiten, Ayatollah Ali Chamenei – Hunderte Menschen ermordet. Als Reaktion führte der Iran Gegenschläge auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus.