Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort
Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und Türkiye hatten zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt. Pakistans Premier Shehbaz Sharif nun verkündet einen wichtigen Durchbruch.
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.
Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran erhandeln sollen.
Beide Seiten hätten in den Gesprächen „bemerkenswerte Weisheit und Verständnis“ bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt. Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und Türkiye zwischen Washington und Teheran.
Pakistan habe mit seinen Vermittlungsbemühungen seinen größten diplomatischen Erfolg seit Jahren erzielt, schrieb der Südasien-Experte Michael Kugelman auf X. Am wichtigsten sei jedoch, dass Pakistan dazu beigetragen hat, eine potenzielle Katastrophe im Iran abzuwenden.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 183 Tote und Tausende Verletzte.