Roter Halbmond: Fast 800 Tote im Iran nach US-israelischen Angriffen

US-israelische Angriffe in 153 iranischen Städten, Hunderte Todesopfer, Tausende Helfer im Einsatz: Was der Rote Halbmond und Menschenrechtler jetzt über die Lage im Iran berichten.

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Teheran, Iran, 03.03.2026 / Foto: Atta Kenare/AFP

Im Iran sind bei den völkerrechtswidrigen amerikanisch-israelischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen getötet worden. Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3.600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.

Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1.500 Todesopfern. Rund 1.300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.

Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von völkerrechtswidrigen Luftangriffen auf den Iran gestartet. Dabei wurden zahlreiche Zivilisten sowie mehrere ranghohe iranische Vertreter ermordet, darunter das geistige Oberhaupt des Landes und der Schiiten, Ayatollah Ali Chamenei. Auch eine Mädchenschule wurde getroffen. Als Reaktion führte der Iran Gegenschläge auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus.