Vance zu Iran-Friedensgesprächen nach Pakistan aufgebrochen
US-Vizepräsident Vance reist zu heiklen Gesprächen nach Pakistan, um Iranern „die Hand zu reichen“. Zugleich warnte er den Iran davor, „Spielchen mit uns zu spielen“. Ob es tatsächlich zu Verhandlungen kommt, bleibt jedoch offen.
US-Vizepräsident JD Vance hat die USA am Freitag in Richtung Pakistan verlassen, wo er mit Vertretern aus Teheran über eine Friedenslösung im US-israelischen Angriffskrieg verhandeln will. „Wir werden versuchen, positive Verhandlungen zu führen“, sagte Vance vor seinem Abflug vom Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington.
„Wenn die Iraner bereit sind, ernsthaft zu verhandeln, sind wir bereit, ihnen die Hand zu reichen. Wenn sie versuchen, Spielchen mit uns zu spielen, werden sie feststellen, dass unser Verhandlungsteam wenig aufgeschlossen dafür ist“, fügte Vance hinzu, bevor er die Air Force Two bestieg. Er hoffe auf ein „positives“ Ergebnis.
Vance soll für die US-Seite die direkten Gespräche mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad leiten. Ob es überhaupt zu den Verhandlungen kommt, ist aber unklar. So hat der Iran Friedensgespräche zuletzt von einem Ende der völkerrechtswidrigen israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon abhängig gemacht.
Aus Sicherheitskreisen in Pakistan hieß es, zunächst seien Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen. Für Samstag sei ein Treffen der Verhandlungsführer geplant; die Gespräche könnten bei Bedarf auch bis Sonntag andauern.
In der Nacht zum Mittwoch hatten sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines Ultimatums des US-Präsidenten auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Trump schrieb auf seiner Online-Plattform Truth Social, dass der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Plan eine „praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet.“