Deutschland und Indien kooperieren bei Rüstung, Rohstoffen und Fachkräften
Indiens Ministerpräsident Modi empfängt Kanzler Merz und dabei wird eins klar: Berlin will die Zusammenarbeit mit dem Milliardenland deutlich ausbauen.
Deutschland und Indien wollen auf breiter Front enger zusammenarbeiten. In Anwesenheit von Bundeskanzler Friedrich Merz und Indiens Ministerpräsident Narendra Modi unterzeichneten beide Regierungen sowie etliche Unternehmen beider Länder am Montag in Ahmadabad entsprechende Vereinbarungen. Die Verteidigungsministerien schlossen eine Absichtserklärung für eine verstärkte Kooperation der Verteidigungsindustrien. Airbus Defence ist bereits in Indien aktiv, die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS hofft bis Ende März auf Aufträge über sechs U-Boote und die Option auf weitere drei. Bisher ist Indien stark von russischen Rüstungslieferungen abhängig.
Das Wirtschaftsministerium unterzeichnete mit dem indischen Bergbauministerium eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien. Generell soll das „CEO-Forum“ die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Milliardenvolk vertiefen.
Das Gesundheitsministerium wiederum unterzeichnete eine Vereinbarung zur Anwerbung indischer Fachkräfte im Gesundheitssektor.
Das Forschungsministerium will mit dem indischen Counterpart ein Innovationsexzellenzzentrum für Künstliche Intelligenz (KI), Halbleiter, Supercomputer und Batterietechnologie einrichten sowie Austausch- und Studienprogramme verstärken.
Zudem wurde mit der indischen Regulierungsbehörde für Erdöl und Erdgas (PNGRB) eine Vereinbarung unterzeichnet.
Der Deutsche Hockey Bund und Hockey India wollen ihre Kooperation bei der Jugendentwicklung ausbauen.
Der Energiekonzern Uniper unterzeichnete in Indien einen Abnahmevertrag für jährlich bis zu 500.000 Tonnen Ammoniak. Partner sei das Unternehmen AM Green, teilte Uniper am Montag mit. Die Deutsche Post will mit der indischen Post zusammenarbeiten.