Ministerium: Eltern und zwei Kinder durch israelische Soldaten im Westjordanland getötet
Israelische Besatzungstruppen haben am Wochenende erneut mehrere Kinder im Westjordanland getötet oder verletzt. Die tödlichen Schüsse trafen teils auch die Eltern der Kinder. Einige befinden sich im türkischen Krankenhaus von Tubas.
Im von Israel besetzten Westjordanland sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein Elternpaar und zwei seiner Kinder am Sonntag durch Schüsse von israelischen Soldaten getötet worden. Die Hilfsorganisation palästinensischer Roter Halbmond teilte mit, seine Helfer hätten die Leichen von zwei Erwachsenen und zwei Kindern aus einem Auto geborgen, auf das israelische Soldaten in der Stadt Tammun im Norden des Westjordanlandes geschossen hätten.
Das palästinensische Gesundheitsministerium mit Sitz in Ramallah erklärte, „vier Märtyrer aus einer Familie“ seien ins türkische Krankenhaus von Tubas gebracht worden, „nachdem die Besatzungsarmee in Tammun auf sie geschossen hat“. Sowohl der 37-jährige Mann und die 35-jährige Frau als auch zwei Jungen im Alter von fünf und sieben Jahren wiesen demnach Schusswunden auf.
Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden zwei weitere Kinder im Alter von acht und elf Jahren verletzt, als israelische Soldaten am frühen Sonntagmorgen das Feuer auf das Fahrzeug eröffneten.
Nach Angaben der palästinensischen Behörden und der Vereinten Nationen hat es in den vergangenen Tagen eine Zunahme tödlicher Angriffe im Westjordanland gegeben, überwiegend durch israelische Siedler.
Israel besetzt seit dem Sechstagekrieg 1967 unter anderem das palästinensische Westjordanland und Ostjerusalem. Heute leben dort rund 700.000 Siedler in mehr als 250 illegalen Siedlungen. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen auf Palästinenser durch extremistische Siedler und israelische Soldaten.