Die UNESCO hat den 15. Dezember zum „Welttag der Turksprachen“ erklärt. Der Resolutionsentwurf wurde während der 43. Generalkonferenz der UNESCO in Samarkand, Usbekistan, verabschiedet.
Die ständige Vertreterin von Türkiye bei der UNESCO, Gülnur Aybet, dankte den Mitunterzeichnerstaaten Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan. Gemeinsam hatten sie den Vorschlag eingebracht, die Turksprachen unter der Schirmherrschaft der UNESCO zu fördern und sichtbar zu machen.
Aybet betonte, dass Sprachen nicht nur Kommunikationsmittel, sondern die Seele von Zivilisationen seien. Die Turksprachen verbänden mehr als 200 Millionen Menschen und spiegelten ein reiches, über Jahrhunderte gewachsenes kulturelles Erbe wider. „Mit der Anerkennung des Welttages der Turksprachen bekräftigt die UNESCO ihr dauerhaftes Engagement für Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt und Dialog zwischen den Völkern“, fügte sie hinzu.
Der 15. Dezember erinnere an ein historisches Ereignis. Am 15. Dezember 1893 wurden die Orchon-Inschriften entziffert – die ältesten schriftlichen Belege für die gemeinsamen Ursprünge der Turksprachen.
Das türkische Außenministerium und der türkische Kommunikationsdirektor Burhanettin Duran begrüßten den historischen Schritt. „Die Sprache ist das Gedächtnis einer Nation, der Träger ihrer Kultur. Wir sind stolz auf die verbindende Kraft der Turksprachen, die sich über weite geografische Räume erstreckt“, schrieb Duran am Montag auf der Plattform Next Sosyal.
Die UNESCO-Generalkonferenz findet alle zwei Jahre statt und bringt Vertreter der 194 Mitgliedstaaten der Organisation zusammen. Die 43. UNESCO-Sitzung im usbekischen Samarkand dauert noch bis zum 13. November.



















