Katar und VAE: Merz setzt Reise durch Golfregion fort
Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate: Auf seiner Reise durch die Golfregion kommt der Kanzler an den Stationen zwei und drei an. In allen Zielländern sind die Themen sehr ähnlich.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) setzt seine Reise durch die Golfregion am Donnerstag in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten fort. Wie zuvor in Saudi-Arabien wird es dort um die Kooperation im Energiebereich und mögliche Waffenexporte gehen. Beide Länder sind seit langem gute Kunden der deutschen Rüstungsindustrie.
Merz wird am Morgen von der saudi-arabischen Hauptstadt Riad zunächst nach Katar fliegen. Das kleine, aber sehr reiche Golfemirat hat enge Beziehungen zu der Widerstandsorganisation Hamas im Gaza-Streifen, zur Hisbollah im Libanon, zum Iran und zu den Taliban in Afghanistan. Dem Golfemirat kommt daher eine wichtige Rolle bei der Vermittlung im Gaza-Konflikt zu, und es hilft der Bundesregierung bei der Abschiebung von Straftätern aus Deutschland nach Afghanistan. Das Land mit seinen riesigen Gasvorkommen hat seinerseits Interesse an Investitionen in Deutschland und will sein Flüssiggas hier verkaufen.
Am Nachmittag fliegt Merz in die Vereinigten Arabischen Emirate weiter, wo die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine stattfinden. Seine offiziellen Termine dort sind aber erst am Freitag.
Mit der Reise reagiert Merz auch auf die Krise in den Beziehungen zu den USA und den Umbruch der Weltordnung. Deutschland will seine Partnerschaften als Konsequenz daraus breiter aufstellen, um Abhängigkeiten von einzelnen Ländern zu verringern.