Türkiye begrüßt internationale Anerkennungen von Staat Palästina
Mehrere Länder haben bei der UN-Konferenz zur Zweistaatenlösung Palästina als Staat anerkannt. Der türkische Präsident Erdoğan lobte den Schritt und rief erneut zu einer Waffenruhe in Gaza auf.
Türkiye begrüßt nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdoğan die jüngsten internationalen Anerkennungen Palästinas als unabhängigen Staat. Bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am Montag bekräftigte Erdoğan die Bedeutung einer Zweistaatenlösung im Nahen Osten und forderte mehr Anstrengungen dafür, eine Waffenruhe in Gaza durchzusetzen. „Niemand, der mit seinem Gewissen im Einklang steht, kann das Geschehene akzeptieren, geschweige denn zu einem solchen Völkermord in Gaza schweigen“, sagte Erdoğan.
„Es ist eine Tatsache, dass heute die palästinensische Sache zum weltweiten Thema wurde“, sagte er einen Tag vor der UN-Generaldebatte mit etwa 150 Staats- und Regierungschefs bei einer Konferenz zum Thema Palästina in New York. Die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu begehe einen Völkermord an den Palästinensern, kritisierte Erdoğan.
Das von Frankreich und Saudi-Arabien einberufene Treffen soll einer Zweistaatenlösung für den Nahen Osten neuen Schwung verschaffen und den Druck auf Israel erhöhen. Zuletzt hatten weitere westliche Staaten wie Großbritannien und Kanada erklärt, die Unabhängigkeit Palästinas anzuerkennen, weltweit tun dies rund 150 Nationen. Bei der Konferenz kündigten auch Frankreich, Belgien, Malta und Luxemburg sowie die Fürstentümer Monaco und Andorra die Anerkennung Palästinas als eigenständiger Staat an.
Israel führt seit Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza, der von immer mehr Experten und Menschenrechtsorganisationen als Völkermord eingestuft wird. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums hat Israel bisher mehr als 65.300 Menschen in Gaza getötet, die meisten davon Frauen und Minderjährige. Demnach wurden mindestens 166.790 Menschen verletzt.