Rückruf von Nestlé-Babynahrung weitet sich auf Afrika und Asien aus
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat einen vorsorglichen Rückruf von mehr als 800 Produkten eingeleitet. Betroffen sind mindestens 37 Länder.
Der Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelkonzerns Nestlé weitet sich über Europa hinaus auf Afrika, Amerika und Asien aus. Mindestens 37 Länder seien betroffen, darunter Brasilien, China und Südafrika, wie am Mittwoch aus Angaben von Nestlé und nationalen Lebensmittelbehörden hervorging. Betroffen seien bestimmte Chargen der Produkte SMA, Beba, NAN und Alfamino. Grund ist eine mögliche Verunreinigung mit Cereulid, einem Giftstoff, der Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Bestätigte Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den Chargen gibt es bislang nicht.
Auch in Deutschland würden bestimmte Chargen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden zurückgerufen, die hierzulande verkauft worden seien, teilte der Konzern in Frankfurt mit. „Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Säuglingen haben für uns absolute Priorität.“
Nestlé hatte mitgeteilt, nach einem Qualitätsproblem bei einem führenden Zulieferer alle bei der Herstellung verwendeten Öle getestet zu haben. Nun werde die Produktion hochgefahren und auf alternative Lieferanten für das Öl zurückgegriffen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Österreichs Gesundheitsministerium sprach vom größten Rückruf in der Geschichte von Nestlé. Demnach seien mehr als 800 Produkte aus über zehn Fabriken betroffen. Ein Nestlé-Sprecher konnte dies nicht bestätigen.
Am Montag teilte der Nestlé-Konzern mit, dass für eventuelle Fragen eine Hotline eingerichtet worden sei. Dieser sei demnach in Deutschland unter der Telefonnummer +49 (0) 800 2344 944 – montags bis samstags von 8.00 bis 20.00 Uhr sowie sonntags von 8.00 bis 18.00 Uhr – erreichbar.