Angriff auf Tanker im Schwarzen Meer: Türkiye spricht von Völkerrechtsverstoß

In Ankara wächst die Sorge nach einem Angriff auf einen von einem türkischen Unternehmen betriebenen Öltanker im Schwarzen Meer. Die Regierung spricht von einem Völkerrechtsverstoß und warnt vor erheblichen Sicherheitsrisiken.

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Angriff auf Tanker im Schwarzen Meer: Türkiye spricht von Völkerrechtsverstoß / Foto: AA / AA

Türkiye hat sich besorgt über einen Angriff im Schwarzen Meer auf den Rohöltanker „ALTURA“ geäußert, der von einem türkischen Unternehmen betrieben wird. Die zuständigen Behörden hätten nach dem Vorfall Untersuchungen eingeleitet und technische Maßnahmen ergriffen, erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Öncü Keçeli, am Donnerstag. Die 27 türkischen Besatzungsmitglieder an Bord seien wohlauf.

Der Angriff habe sich innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone von Türkiye ereignet und verstoße gegen das Völkerrecht, betonte Keçeli. Solche Vorfälle stellten erhebliche Risiken für Menschenleben, Eigentum, die Sicherheit der Schifffahrt sowie die Umwelt dar.

Ankara stehe weiterhin in Kontakt mit den relevanten Akteuren, um eine Ausweitung und weitere Eskalation des Konflikts im Schwarzen Meer zu verhindern, fügte er hinzu.

Bereits zuvor hatte Türkiye erklärt, die Risiken im Schwarzen Meer im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine genau zu beobachten.

Zugleich behalte sich das Land vor, im Rahmen des Völkerrechts die notwendigen Maßnahmen zum Schutz seiner wirtschaftlichen Interessen und Aktivitäten in der Region zu ergreifen.