NATO-Übung: Türkiye demonstriert Stärke bei Drohnensystemen
Türkiye hat bei der NATO-Großübung „Steadfast Dart 2026“ seine operative Stärke gezeigt. Nach Angaben des türkischen Generalstabschefs zählt das Land weltweit zu den Spitzenreitern in der Drohnentechnologie.
Bei der NATO-Großübung „Steadfast Dart 2026“ haben die türkischen Streitkräfte ihre Fähigkeiten im Bereich unbemannter Luftfahrzeuge unter Beweis gestellt. Türkiye sei weltweit führend im Einsatz, in der Steuerung und in der Technologie bewaffneter und unbewaffneter Drohnensysteme, erklärte der türkische Generalstabschef Selçuk Bayraktaroğlu am Freitag am Rande des NATO-Manövers in Deutschland.
Die türkischen Streitkräfte beteiligten sich demnach insbesondere an amphibischen und landgestützten Operationen sowie an Komponenten der Luftführung und -kontrolle. Als eines der Länder mit der höchsten Truppenbeteiligung habe Türkiye die Übungen erfolgreich durchgeführt, fügte Bayraktaroğlu hinzu. Er nahm gemeinsam mit dem Kommandeur der türkischen Landstreitkräfte, General Metin Tokel, am „Distinguished Observer Day“ (dt. Übersetzung: „Tag der Ehrengäste“) teil.
Alle eingesetzten Waffen, Ausrüstungen und Systeme seien vollständig in Türkiye produziert worden, betonte der Generalstabschef und hob den Einsatz der bewaffneten Drohne Bayraktar TB3 hervor. Die türkische Drohne habe nach dem Start vom Schiff „TCG Anadolu“ ihr Ziel mit voller Präzision getroffen. Zudem habe die türkische Task Group die Luft- und amphibische Operationen in der Ostsee mit Bravur durchgeführt.
„Unsere Einheiten haben ihre Aufgaben äußerst erfolgreich erfüllt. Alle eingesetzten Waffensysteme sind heimisch und national. Darauf sind wir stolz“, sagte Bayraktaroğlu.
Größte NATO-Übung des Jahres
„Steadfast Dart 26“ ist die größte NATO-Übung in diesem Jahr. Die Verbündeten demonstrieren, wie Truppen aus Südeuropa schnell näher an die Ostflanke des Bündnisses verlegt werden. Dies findet ohne direkte Beteiligung der USA statt.
Den Anfang bei dem Einsatz machten Taucher und Spezialkräfte, danach sollten Landungsboote eingesetzt werden. An der amphibischen Anlandung sind nach NATO-Angaben 15 Schiffe mit 2.600 Soldaten beteiligt.
Insgesamt sind rund 10.000 Soldaten, mehr als 1.500 Fahrzeuge und 17 Schiffe aus 13 Nationen Teil des Manövers. Die größten Beiträge kommen aus südeuropäischen Ländern wie Türkiye und Spanien sowie Italien und Griechenland.