Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

Hoffnungen auf ein rasches Ende des Angriffskriegs gegen den Iran erteilt Minister Katz eine Absage. Israel will demnach weiter töten, um die iranische Führung zu zerschlagen.

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12.03.2026, Iran, Teheran: Feuerwehrleute arbeiten an einem Wohnhaus, das am 09.03.2026 während der US-israelischen Luftangriffe beschädigt wurde. / DPA

Der Angriffskrieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. „Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist“, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv. 

Katz sprach demnach von „sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung“ in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe „wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen“. Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien „voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen“. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat „in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel“ zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen UN-Botschafters Amir Saeid Iravani töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.348 Zivilisten im Iran. Mehr als 17.000 Zivilisten wurden demnach verletzt. 

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 39 Tote und Hunderte Verletzte.