Zum 65-jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Republik Türkiye hat der Generalsekretär der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), Eyüp Kalyon, die Leistungen der türkischen Arbeitskräfte und der ersten Einwanderergeneration gewürdigt. In einem exklusiven Interview mit TRT Deutsch zog Kalyon eine Bilanz der vergangenen Jahrzehnte und betonte die Bedeutung des muslimischen Lebens in Deutschland.
Ein Fundament für sechs Millionen Muslime
Das Anwerbeabkommen stehe nicht nur für den wirtschaftlichen Beitrag der türkischen Arbeitskräfte zum Aufbau der Bundesrepublik, sagte Kalyon im Gespräch mit unserer Redaktion. Es erinnere zugleich daran, dass Menschen muslimischen Glaubens aus Türkiye ihrer Religion in Deutschland unter gänzlich anderen gesellschaftlichen Bedingungen begegnet seien. „Sie mussten Menschen anderer Glaubensüberzeugungen ihre religiösen Werte und Perspektiven erläutern“, erklärte der DITIB-Generalsekretär. „Dies war nicht selten mit großen Herausforderungen verbunden.“
Über die Jahre hätten die Menschen aus Türkiye ihre Moscheen errichtet, Gemeinden aufgebaut und ihren Glauben praktiziert. Damit hätten sie ein Fundament geschaffen, auf das sich heute rund sechs Millionen Musliminnen und Muslime in Deutschland stützen könnten. Kalyon verwies auf die 864 DITIB-Moscheegemeinden als sichtbares Ergebnis dieser Entwicklung. In ihnen könne „der Glaube in Freiheit und Frieden praktiziert werden“.
Dank an die erste Generation
Besonderen Dank richtete der Generalsekretär der größten türkischstämmigen Religionsgemeinschaft in der Bundesrepublik an die erste Generation. „Sie hat nicht nur einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands geleistet, sondern auch den Grundstein für das heutige muslimische Leben in unserem Land gelegt“, betonte Kalyon im Interview mit TRT Deutsch.























