Revolutionsgarden: Iran entscheidet über Ende des US-israelischen Angriffskriegs

Trump stellt ein baldiges Ende der Angriffe auf den Iran in Aussicht. Die Revolutionsgarden hingegen widersprechen und wollen selbst den Ton angeben.

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Teheran, Iran, 09.03.2026 / Foto: Fatemeh Bahrami/AA

Die Entscheidung über ein Ende des von Israel und den USA angefangenen Krieges liegt nach Ansicht der iranischen Revolutionsgarden ausschließlich beim Iran. „Wir werden es sein, die das Ende des Krieges bestimmen“, erklärten die Revolutionsgarden am Dienstag. „Der künftige Status der Region liegt jetzt in den Händen unserer Streitkräfte; die amerikanischen Truppen werden den Krieg nicht beenden“, hieß es weiter. 

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor behauptet, der Krieg sei „so gut wie“ beendet. Er begründete dies gegenüber dem US-Sender CBS mit der angeblichen militärischen Schwächung des Iran. Trump äußerte sich nicht dazu, ob und wann die Vereinigten Staaten und Israel ihre Luftangriffe auf die Islamische Republik einstellen könnten. Der Krieg sei aber „weit vor dem Zeitplan“, so der US-Präsident nach Angaben des Senders. 

In einer Ansprache vor republikanischen Abgeordneten in Doral im US-Bundesstaat Florida fügte Trump hinzu: „Es wird ziemlich schnell vorbei sein.“ Der Krieg sei nur „ein kurzer Ausflug“. Später sagte er auf einer Pressekonferenz, der Krieg werde bald beendet, „und wenn er wieder anfängt, werden sie noch härter getroffen“.

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.332 Menschen im Iran. Hunderte wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher insgesamt 30 Tote und Dutzende Verletzte.