Merz erwartet Treffen mit Trump am Mittwoch
Nach US-Zolldrohungen will Bundeskanzler Merz beim Weltwirtschaftsforum in Davos US-Präsident Trump treffen. „Wenn nötig, werden wir unsere europäischen Interessen (...) schützen“, sagt er.
Im Streit um Grönland will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos direkt mit US-Präsident Donald Trump sprechen. „Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen“, sagte Merz am Montag in der CDU-Zentrale. Es werde sicherlich eine Gelegenheit für ein Treffen geben.
Merz machte deutlich, dass er die Sorge um militärische Sicherheit Grönlands in der längeren Perspektive ernst nehme. Der Kanzler wies darauf aber auch hin, dass die USA einmal selbst über 30.000 Soldaten auf Grönland hatten.
„Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht heißt, dass sie nicht wieder größer werden könnte“, sagte Merz. Trump will, dass sich die USA die Arktisinsel von Dänemark übernehmen und verweist auf Sicherheitsinteressen.