Hunderte bei Schweigemarsch für Opfer von Brandkatastrophe in der Schweiz
Zahlreiche Menschen haben am Samstag der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana gedacht. Es war die zweite Trauerfeier in der Gemeinde Lutry, die mehrere Angehörige verloren hat.
In der Schweiz haben am Samstag hunderte Menschen an einem Schweigemarsch für die Opfer der Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana teilgenommen. Angehörige der Verstorbenen trugen ein weißes Banner mit der Aufschrift „Gedenken an die Opfer von Crans-Montana. Gerechtigkeit und Wahrheit“ durch die Straßen von Lutry. Aus der Kleinstadt bei Lausanne stammten mehrere Opfer des Unglücks.
„Tristan wäre in vier Monaten 18 geworden, aber ich bin die Mutter von 155 Opfern“, sagte eine Mutter, deren Sohn bei dem Unglück in der Silvesternacht ums Leben gekommen war, vor den versammelten Menschen. In den Händen hielt sie ein Foto des Jungen. Andere Angehörige und Freunde von Verstorbenen hatten weiße Rosen oder Plakate mit der Aufschrift „Ihr seid nicht allein“ dabei.
Der Schweigemarsch startete und endete am Stadion des örtlichen Fußballvereins. Sieben Opfer waren Mitglieder des Vereins.
Bei dem Feuer in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen, die Hälfte von ihnen waren Jugendliche. 155 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen. Die Ermittler vermuten, dass die Katastrophe durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die zu nahe an die mit Schaumstoff verkleidete Decke gehalten wurden.