Nach Raketen im Luftraum: Türkiye verstärkt erneut Abwehr
Schon drei Mal sind an der Grenze zu Türkiye Raketen abgefangen worden. Es ist jedoch unklar, wer sie abgefeuert hat. Mit Blick auf mögliche weitere Vorfälle werden nun zusätzliche Patriot-Raketen auf dem Nato-Stützpunkt in Adana stationiert.
Nach dem Abschuss von drei unbekannten Raketen aus dem Iran verstärkt Türkiye erneut seine Flugabwehr. In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit. Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden. Es war zunächst unklar, welches Land das System zur Verfügung stellt.
Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar wurden bereits drei Raketen aus dem Iran von einem Nato-Abwehrsystem an der türkischen Südgrenze abgeschossen, zuletzt am Freitag. Sirenen waren Medienberichten zufolge am Nato-Stützpunkt Incirlik zu hören gewesen, wo auch US-Soldaten stationiert sind.
Bereits vergangene Woche hatte Türkiye seine Verteidigung verstärkt und ein zusätzliches Raketen-Abwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya stationiert.
Der Iran dementiert, Raketen auf türkisches Staatsgebiet abgefeuert zu haben. Spekuliert wird über einen Angriff durch israelische oder US-amerikanische Agenten von iranischem Boden aus gegen das Nato-Land, um die Front gegen Teheran auszuweiten. Der israelische Geheimdienst Mossad hatte zuvor bestätigt, vor Ort zu sein.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.444 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 109 Tote und Tausende Verletzte.