Hunderte demonstrieren in Berlin gegen USA und Israel
Bei einer größeren Demo kritisieren Hunderte die völkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels im Nahen Osten. Eigentlich wollten die Teilnehmer den Protest direkt vor die US-Botschaft tragen.
Mehrere hundert Menschen haben in Berlin gegen die US-israelische Aggression im Nahen Osten demonstriert. Zu den Protestteilnehmern gehörten zahlreiche Menschen mit iranischen Flaggen sowie pro-palästinensische Demonstranten, wie ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete. Laut Polizei nahmen zeitweise zwischen 500 und 700 Menschen an der Demonstration mit dem Titel „Stoppt die US-Israelische Aggression! Hände Weg vom Iran, Libanon, Palästina & Sudan!“ teil.
Am Nachmittag hatte ein Sprecher gesagt, dass es zunächst keine Zwischenfälle gegeben habe. Abends teilte eine Sprecherin mit, dass es auch später vorwiegend störungsfrei geblieben sei.
Die Friedensdemo begann am frühen Nachmittag am Hauptbahnhof und sollte durch das Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor ziehen. Ursprünglich war eine Kundgebung auf dem Pariser Platz direkt vor der US-Botschaft geplant. Auf der online veröffentlichen Polizei-Liste zu Demos in Berlin hieß es dagegen, dass die Demo auf der anderen Seite des Brandenburger Tors enden wird.
Es war bereits das zweite Mal, dass in größerem Rahmen an diesem Wochenende in Berlin iranische Flaggen und pro-palästinensische Demonstranten bei Protesten zu sehen waren. Auch beim Ostermarsch am Karsamstag wurden viele entsprechende Flaggen geschwenkt.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 169 Tote und Tausende Verletzte.
Seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar ist auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Nach libanesischen Angaben wurden seit Anfang März mindestens 1.345 Menschen durch israelische Angriffe getötet und rund 4.040 weitere verletzt – darunter zahlreiche Frauen und Kinder.