Trump über Grönland: „Es wird erledigt werden!!!“
Trump scheint seinen Grönland-Plan konsequent zu verfolgen. Europa und die USA geraten dabei auf Kollisionskurs. Und nun macht der US-Präsident neue Anspielungen auf seine Forderung.
Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump Dänemark erneut vorgeworfen, nicht genug gegen die Bedrohung der arktischen Insel durch Russland zu tun. Seit zwei Jahrzehnten warne die Nato Dänemark vor der „russischen Bedrohung“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Leider war Dänemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Jetzt ist es an der Zeit, und es wird erledigt werden!!!“ Trump ließ offen, welche konkreten Schritte er meint.
Der US-Präsident hat wiederholt deutlich gemacht, dass sich die USA die Insel einverleiben wollen – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Bereits zuvor hatte Trump gewarnt, dass ansonsten Russland oder China das strategisch wichtige Territorium in der Arktis übernehmen würden. Grönland ist weitgehend autonom und gehört zum Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte in der Sendung „Meet the Press“ des US-TV-Senders NBC News: Grönland könne nur verteidigt werden, wenn es Teil der USA sei - und wenn Grönland Teil der Vereinigten Staaten sei, werde es erst gar keine Notwendigkeit geben, es verteidigen zu müssen. Bessent sagte auch: „Die Europäer wirken schwach. Die USA wirken stark.“
Bessent ergänzte: „Der Präsident versucht, einen Konflikt zu vermeiden.“ Der US-Minister sprach über ein perspektivisches Szenario: Wenn es einen Angriff von Russland oder aus einem anderen Gebiet auf Grönland geben sollte, würden die USA hineingezogen werden. Deshalb sei es jetzt besser, Grönland zu einem Teil der USA zu machen, sagte Bessent und betonte zur Stellung der USA in der Welt: „Wir sind das stärkste Land der Welt.“ Der US-Präsident denke strategisch. „Wir werden unsere nationale Sicherheit nicht outsourcen“, so der Minister.
Am Samstag hatte Trump Strafzölle gegen Deutschland und weitere Nato-Länder angekündigt. Anstoß hatte er unter anderem an deren gemeinsamer militärischer Erkundungsmission auf Grönland genommen. Seither befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmaßnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.