Trump und Epstein in Titanic-Pose - Statue in Washington aufgetaucht
Eine Statue von Trump und Epstein in Titanic-Pose sorgt in Washington für Aufsehen. Die Aktion kommt zu einer Zeit, in der der Umgang der Regierung mit den Epstein-Akten zunehmend in der Kritik steht.
In der US-Hauptstadt Washington ist eine Statue aufgetaucht, die Präsident Donald Trump und den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der berühmten Titanic-Pose darstellen soll. Die goldfarbene Figur mit dem Titel „Der König der Welt“ wurde in der Nacht auf Dienstag in direkter Nähe zum Kapitol aufgestellt, wie die anonyme Gruppe „The Secret Handshake“, die hinter der Aktion steckt, der dpa bestätigte.
Die Skulptur zeigt zwei Figuren, die auf dem kleinen Nachbau eines Schiffsbugs stehen und die Arme ausbreiten – in Anlehnung an die berühmte Szene aus dem Filmklassiker Titanic, in der Rose (Kate Winslet) vor Jack (Leonardo DiCaprio) an der Reling steht und die Arme ausgebreitet, als würde sie über das Meer fliegen.
„Wir wollten eine Installation schaffen, die dem aktuellen Moment in der amerikanischen Geschichte angemessen erscheint“, teilte der anonyme Zusammenschluss der dpa mit. Es sei sehr schwierig gewesen, die Statue dort hinzuschaffen, da sie ziemlich schwer sei.
Trump und Epstein einst Freunde
Auf einem an der Statue angebrachten Schild ist zu lesen: „Dieses Monument ehrt die Verbindung zwischen Donald Trump und Jeffrey Epstein, eine Freundschaft, die scheinbar auf luxuriösen Reisen, ausgelassenen Partys und geheimen Aktzeichnungen beruhte.“ Bereits in der Vergangenheit war in Washington eine Statue der beiden Männer aufgetaucht – damals mit dem Titel „Best Friends Forever“.
Missbrauch über Jahre
Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen viele einflussreiche Menschen gewesen sein.
Vor fast 20 Jahren landete der Fall vor Gericht. Epstein bekannte sich zu bestimmten Vorwürfen schuldig. Jahre später wurde der Fall nochmals aufgerollt und der Multimillionär erneut festgenommen. Noch bevor ein mögliches weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb der Finanzier 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.
Der Umgang der Trump-Regierung mit den sogenannten „Epstein-Akten“ steht zunehmend in der Kritik. Abgeordnete und Beobachter werfen dem Justizministerium mangelnde Transparenz und umfangreiche Schwärzungen bei der Veröffentlichung der Dokumente vor. In der Öffentlichkeit wächst deshalb bei manchen der Verdacht, dass weiterhin Informationen zurückgehalten werden könnten.