Bangladesch will sich an Stabilisierungstruppe für Gaza beteiligen

Immer mehr Staaten wollen sich an der internationalen Friedensmission für Gaza beteiligen. Nach Ländern wie Türkiye, Spanien und Ägypten signalisiert auch Bangladesch Interesse.

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Dhaka, Bangladesch, 12.04.2025 / Foto: Mohammad Ponir Hossain/REUTERS

Bangladesch will sich an einer internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) für den Gazastreifen beteiligen. Wie die Regierung in Dhaka am Samstag bestätigte, habe der nationale Sicherheitsberater des Landes, Khalilur Rahman, dies US-Diplomaten bei einem Treffen in Washington mitgeteilt. Rahman habe die grundsätzliche Bereitschaft Bangladeschs zu einer Beteiligung an der geplanten Mission für den Gazastreifen erklärt, hieß es in der Erklärung. Angaben zum Umfang oder zur Art des geplanten Engagements wurden nicht gemacht. Eine Stellungnahme des US-Außenministeriums lag zunächst nicht vor.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach sich vergangene Woche für eine Beteiligung seines Landes an der Friedensmission aus. Auch Länder wie Ägypten, Türkiye, Aserbaidschan, Pakistan und Indonesien wollen Truppen nach Gaza schicken. 

Der UN-Sicherheitsrat hatte Mitte November in einer Resolution die Einrichtung einer solchen Truppe genehmigt. Die ISF ist Teil des 20-Punkte-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump und soll die im Oktober in Kraft getretene Waffenruhe absichern. 

Die Waffenruhe ist jedoch brüchig. Seit seinem Inkrafttreten wurden laut medizinischen Quellen mehr als 440 Palästinenser und drei israelische Soldaten getötet. Beim israelischen Vernichtungskrieg in Gaza wurden nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde seit Oktober 2023 mindestens 71.412 Menschen getötet. Weil Israel den Zugang für humanitäre Hilfslieferungen zeitweise komplett sperrte, wurde zudem eine Hungerkrise ausgelöst.