Kinderspital Zürich: Deutlicher Anstieg bei Kindesmisshandlungen

Im Universitäts-Kinderspital Zürich musste im vergangenen Jahr fast jeden zweiten Tag ein misshandeltes Kind stationär behandelt werden. In den meisten Fällen handelt es sich um körperliche Gewalt.

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ARCHIV - 14.07.2011, Bayern, Kaufbeuren: ARCHIV - ILLUSTRATION - Beschädigte Kinderpuppen bei einem Puppenrestaurator in Kaufbeuren / DPA

Das Universitäts-Kinderspital Zürich hat 2025 einen deutlichen Anstieg bei bestätigten Kindesmisshandlungen verzeichnet. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg auf 570, wie die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Kinderspital am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2024 waren es demnach noch 530 Fälle, was einem Anstieg um 7,5 Prozent entspricht.

Bei 231 Fällen handelt es sich laut Bericht um körperliche Misshandlung, was die häufigste Form der Kindesmisshandlung darstelle. Insgesamt 154 Kinder seien aufgrund von schwerer Misshandlung stationär aufgenommen worden.

Die Gesamtzahl der betreuten Verdachtsfälle erreichte laut Angaben des Krankenhauses mit 732 einen neuen Höchststand. 110 Fälle konnten demnach nicht abschließend geklärt werden. In 52 Fällen hätten Unfälle zu den Verletzungen geführt.

Die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Kinderspitals Zürich betreut Kinder und Säuglinge, die misshandelt wurden oder gefährdet sind. Sie greift bei konkreten Fällen ein und leitet bei Bedarf Schutz- und Interventionsmaßnahmen ein.