Erster deutscher Evakuierungsflug soll in Frankfurt landen

Erstmals seit dem tödlichen US-Angriff auf den Iran will die Regierung deutsche Bürger aus der Region ausfliegen. Mitten in der Nacht soll ein Airbus für Schwangere, Kinder und Kranke Richtung Heimat abfliegen.

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Eine Passagiermaschine vom Typ Airbus A-380 der Lufthansa startet auf dem Flughafen. / Foto: Lennart Stock/dpa / DPA

Am Frankfurter Flughafen wird am Donnerstagmorgen der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten erwartet. Der Jet vom Typ Airbus A340-300 soll laut Lufthansa nach Mitternacht um 01.55 Uhr Ortszeit in Omans Hauptstadt Maskat starten. Die Landung von Flug LH345 ist gegen 05.45 Uhr (MEZ) geplant. 

Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze. Für diesen ersten Evakuierungsflug der Regierung in der aktuellen Nahost-Krise sollten nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Weitere Flüge sind in den kommenden Tagen geplant.

Die übliche Flugzeit zwischen Maskat und Frankfurt beträgt zwischen sieben und acht Stunden. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts sitzen in der Region weiterhin Zehntausende Menschen fest. Es gab zahlreiche Flugausfälle.

Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von völkerrechtswidrigen Luftangriffen auf den Iran gestartet. Dabei wurden zahlreiche Zivilisten sowie mehrere ranghohe iranische Vertreter ermordet, darunter auch Chamenei. Auch eine Mädchenschule wurde getroffen, Dutzende Kinder wurden dabei getötet. Als Reaktion führte der Iran Gegenschläge auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus.