Warnstreik bei der Deutschen Presse-Agentur
Bei Deutschlands größter Nachrichtenagentur wird zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind die Redaktion und einige Tochterfirmen. Am 27. März sollen die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.
Im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen bei der Deutschen Presse-Agentur haben die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Journalisten-Verband (DJV) zu einem Warnstreik aufgerufen. Betroffen war die Redaktion der dpa und einige Tochterfirmen. Nach Angaben eines dpa-Sprechers kam es nicht zu größeren Beeinträchtigungen in der Berichterstattung von Deutschlands größter Nachrichtenagentur.
Die Geschäftsführung der dpa GmbH hat in den jüngsten Verhandlungsrunden ein Angebot von 4,8 Prozent (2,3 Prozent für 2026, bzw. entsprechend 110 Euro Einmalzahlung, und 2,5 Prozent für das Folgejahr) vorgelegt. Die Gewerkschaften hatten eine Einmalzahlung von 250 Euro monatlich ab Jahresbeginn und ab dem 1.1.2027 ein weiteres Plus von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten gefordert.
Die dpa-Geschäftsführung betonte angesichts des Warnstreiks, dass ein Tarifabschluss den wirtschaftlichen Möglichkeiten der dpa entsprechen und gleichzeitig zur Entwicklung ihrer Möglichkeiten am Markt passen müsse. „Die dpa muss weiterhin in der Lage sein, im Interesse ihrer Gesellschafter und Kunden die langfristige Versorgung mit Inhalten zu marktverträglichen Bedingungen sicherzustellen“, teilte die Unternehmensleitung mit.
Der DJV sprach in einer Mitteilung davon, der Anspruch an die Qualität der Arbeit der Journalistinnen und Journalisten sei enorm hoch. Ein Angebot für eine Gehaltssteigerung, die in einigen Tarifgruppen nicht einmal die aktuelle Inflation ausgleiche, werde diesem Anspruch nicht gerecht. „Die dpa-Beschäftigten versorgen deutsche Medien rund um die Uhr und unter enormem Hochdruck mit hochwertigen und zuverlässigen Nachrichtenprodukten. Das sehen sie vom Arbeitgeber nicht ausreichend anerkannt“, betonte ein Verdi-Sprecher. Die Tarifverhandlungen sollen am 27. März in Berlin mit der fünften Runde fortgesetzt werden.