Heidelberger Druck steigt in Drohnenabwehr ein
Das für Druckmaschinen bekannte Unternehmen baut in Brandenburg ein Zentrum für Drohnenabwehr auf. Zuletzt häuften sich Drohnensichtungen an Flughäfen und Kasernen in Deutschland.
Der Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen zum Schutz kritischer Infrastruktur ein. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will sich am Nachmittag über das Vorhaben am Standort Brandenburg an der Havel informieren.
Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems. Der Standort in Brandenburg an der Havel soll zum führenden Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden, wie es vom Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen hieß.
Bei der Drohnenabwehr stehen unter anderem Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger im Fokus. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des Ukraine-Krieges zugenommen.
Zuletzt waren Drohnen in der Luft ein Sicherheitsrisiko etwa am Hauptstadtflughafen BER. Abwehrsysteme sollen unbemannte Fluggeräte, die unerlaubt etwa für Spionage- und Sabotagezwecke aufsteigen, unschädlich machen.
VW erwägt Umbau von Werk in Osnabrück für Rüstung
Auch Volkswagen (VW) hatte Pläne für eine mögliche Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen bestätigt. Man prüfe, Teile des Werks in Osnabrück für die Produktion von Militärfahrzeugen umzurüsten und stehe dazu mit mehreren Rüstungsfirmen in Kontakt, sagte VW-CEO Oliver Blume beim Kongress der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
Nach Informationen der britischen Zeitung „Financial Times“ prüft VW derzeit eine Kooperation mit dem israelischen Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defense Systems. Dieses ist unter anderem der Entwickler des Abwehrsystems „Iron Dome“.