Iran-Krieg: Trümmer treffen heilige Stätten in Jerusalem

Während US-israelische Angriffe und iranische Vergeltungsschläge unvermindert weitergehen, sind Raketen- und Abwehrtrümmer auf Jerusalems heilige Stätten gestürzt. Auch das Gelände der Al-Aqsa-Moschee soll betroffen sein.

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Foto: Ammar Awad/REUTERS

Auf heilige Stätten in Jerusalem sind Trümmer der Kämpfe im US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran herabgestürzt. Stücke von Raketen und Luftabwehrgeschossen seien am Montag an mehreren Stellen der Altstadt gefunden worden, teilte die israelische Polizei mit. Einige dieser Trümmer hätten eine „beträchtliche Größe“. Gefunden worden sind demnach die Trümmer unter anderem auf dem Al-Aqsa-Komplex, an der Grabeskirche und im Jüdischen Viertel.

Während der jüngsten iranischen Gegenschläge auf Ziele in Israel habe es mehrere Abfangeinsätze der israelischen Streitkräfte gegeben, erklärte die Polizei.

Der Al-Aqsa-Komplex (Al-Haram al-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee ist – nach der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina – die drittheiligste Stätte im Islam. Juden sehen die Stelle zusammen mit der Klagemauer als eine heilige Stätte an, weil an dem Ort früher zwei jüdische Tempel standen.

Die Grabeskirche wiederum zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums. Sie steht an dem Ort, wo der Überlieferung zufolge Jesus Christus nach seinem Tod am Kreuz beerdigt worden und wiederauferstanden sein soll. 

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.444 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt. 

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 77 Tote und Hunderte Verletzte.