„Terrorfreies Türkiye“ erreicht Meilenstein: PKK beginnt Rückzug in den Nordirak

Mit dem Rückzug der PKK-Terroristen aus Türkiye in den Nordirak tritt die Initiative „Terrorfreies Türkiye“ in eine neue Phase. Ankara spricht von einem historischen Wendepunkt und einem Schritt hin zu dauerhafter Stabilität.

„Terrorfreies Türkiye“ erreicht Meilenstein: PKK beginnt Rückzug in den Nordirak/ Foto: Reuters / Reuters

Ein wichtiger Meilenstein in der Initiative „Terrorfreies Türkiye“ ist am Sonntag erreicht worden: Die Terrororganisation PKK hat bekanntgegeben, alle ihre Kämpfer aus Türkiye nach Nordirak abzuziehen.

Nach Angaben der Terrororganisation wurde die Erklärung im Kandil-Gebirge in der irakischen Provinz Sulaimaniyya verlesen. Der Rückzug sämtlicher in Türkiye verbliebener Kräfte werde umgesetzt, hieß es in dem Statement.

Die Entscheidung, die bewaffnete Präsenz und Aktivitäten der PKK zu beenden, sei bereits im Mai auf Anweisung des in Türkiye inhaftierten Anführers Abdullah Öcalan getroffen worden. Bei der Bekanntgabe am Sonntag seien 23 PKK-Mitglieder anwesend gewesen, die zuvor aus Türkiye eingetroffen seien.

Bereits im Juli hatte eine Gruppe von PKK-Mitgliedern im Rahmen des Auflösungsprozesses ihre ersten Waffen vernichtet – ein Schritt, den die türkische Regierung als „unumkehrbaren Wendepunkt“ bezeichnete.

AK-Parteivize Ala: „Türen zu einer neuen Ära“ 

Der stellvertretende Vorsitzende der regierenden AK-Partei, Efkan Ala, erklärte, die jüngsten Entwicklungen seien „eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zur vollständigen Beseitigung des Terrorismus“.

Mit der endgültigen Überwindung des Terrorismus, der „lange eine Fessel an den Füßen der Nation“ gewesen sei, würden sich „die Türen zu einer neuen Ära öffnen“, sagte Ala.

AK-Parteisprecher Çelik: Strategischer Schritt zum „Schutz der Demokratie“

Der Sprecher der regierenden AK-Partei, Ömer Çelik, betonte, die fortschreitende Entwaffnung und Auflösung der bewaffneten Strukturen der PKK in Türkiye, Irak und Syrien seien konkrete Ergebnisse der Initiative „Terrorfreies Türkiye“.

Er bezeichnete das Programm als „strategischen und historischen Schritt zum Schutz der Demokratie vor allen Bedrohungen“ und als „ein Zeichen des Widerstands gegen Versuche, über Terrororganisationen imperialen Einfluss in der Region aufzubauen“.

Çelik erklärte zudem, der Prozess schreite unter der „starken staatlichen Führung“ von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und unter der Anleitung der Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie des Parlaments erfolgreich voran. Türkiye bleibe wachsam gegenüber allen Versuchen, politische, geheimdienstliche oder operative Instabilität in der Region zu provozieren.

Die Terrorgruppe PKK verübt seit mehr als 40 Jahren Anschläge in Türkiye. Sie wird für den Tod von bislang rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht. Auch die USA und die EU stufen die PKK als Terrororganisation ein.