Trump will bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen
Irans Oberster Führer Chamenei ist bei einem US-israelischen Angriff getötet worden. Laut einem Medienbericht will US-Präsident Trump nun bei der Neubesetzung der Führung mitbestimmen.
US-Präsident Donald Trump will laut einem Medienbericht bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen. „Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“, zitierte ihn das Nachrichtenportal „Axios“ am Donnerstag nach einem Telefongespräch mit ihm. Zugleich sagte er, dass er Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, als neues Staatsoberhaupt ablehne: „Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt“. Modschtaba Chamenei sei ein „Leichtgewicht“.
Zuvor hatte die US-Regierung öffentlich bestritten, einen Machtwechsel im Iran zu verfolgen. Stattdessen sollten die Marine und das Raketenprogramm des Landes zerstört werden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Die Tötung von Chamenei durch einen US-israelischen Angriff hat ein Machtvakuum im Zentrum des Iran hinterlassen. Offiziell bestimmt der Expertenrat den neuen Revolutionsführer. In der Praxis dürfte sich entscheiden, welches Lager im Machtgefüge die Oberhand gewinnt. Neben Chameneis Sohn Modschtaba werden auch der schiitische Geistliche Sadegh Laridschani, Ex-Präsident Hassan Ruhani und Hassan Chomeini, Enkel des Revolutionsgründers, als Optionen gehandelt.
Seit Samstag führen Israel und die USA völkerrechtswidrige Luftangriffe auf den Iran durch. Dabei wurden neben Hunderten Zivilisten mehrere ranghohe Vertreter des Iran ermordet – darunter auch das geistige Oberhaupt des Iran und der Schiiten, Ayatollah Ali Chamenei.