Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule werden nach iranischen Angaben mehr als 170 Menschen getötet. Schnell fällt der Verdacht auf die USA. Jetzt gibt es laut Medienberichten neue Erkenntnisse, die den Verdacht nochmals belegen.

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08.03.2026, New York City, USA: Protest gegen den US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran / AA

Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmaßlich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die „New York Times“ und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte. 

Bei dem Angriff am ersten Tag des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der „New York Times“ zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und „offensichtlich spielen“.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen UN-Botschafters Amir Saeid Iravani töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.348 Zivilisten im Iran. Mehr als 17.000 Zivilisten wurden demnach verletzt. 

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 38 Tote und Hunderte Verletzte.