Irans Präsident Peseschkian entschuldigt sich bei Nachbarstaaten

Nach den völkerrechtswidrigen Angriffen der USA und Israels auf den Iran signalisiert Teheran gegenüber den Nachbarstaaten eine mögliche Deeskalation. Gleichzeitig bleibt der Ton gegenüber Washington und Tel Aviv weiterhin scharf.

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Der iranische Präsident Massud Peseschkian/ Foto: dpa / DPA

Eine Woche nach den völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffen auf sein Land hat der iranische Präsident Massud Peseschkian angekündigt, die Gegenangriffe auf andere Staaten in der Region einzuschränken. Die Interimsführung des Iran habe am Freitag „beschlossen, dass keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer ausgeführt und keine Raketen abgefeuert werden, es sei denn, ein Angriff auf den Iran geht von diesen Ländern aus“, sagte Peseschkian in einer am Samstag im Staatsfernsehen übertragenen Rede.

Peseschkian entschuldigte sich zudem „bei den Nachbarländern, die vom Iran angegriffen wurden“. Seit Kriegsbeginn wurden bei iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten 13 Menschen getötet.

Mit Blick auf Israel und die USA gab Peseschkian sich kämpferisch. „Die Feinde müssen ihren Wunsch nach der Kapitulation des iranischen Volks mit ins Grab nehmen“, sagte der Präsident.

Israel und die USA hatten am vergangenen Samstagmorgen eine massive Welle von völkerrechtswidrigen Luftangriffen gegen den Iran gestartet. Dabei wurden neben mehreren ranghohen Vertretern – darunter das geistige Oberhaupt des Iran und der Schiiten, Ayatollah Ali Chamenei – Hunderte Zivilisten ermordet. Getroffen wurde auch eine Mädchenschule. Offiziellen Zahlen zufolge sollen dabei mehr als 160 Kinder ums Leben gekommen sein. Als Reaktion führte der Iran Gegenschläge auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus.