Trump stellt baldige Einigung mit Iran in Aussicht

Die ersten Gespräche im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Aggressoren USA und Israel gegen den Iran sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. US-Präsident Trump setzt aber weiterhin auf ein Abkommen und würde zur Unterzeichnung selbst anreisen.

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Islamabad, Pakistan, 12.04.2026 / Foto: Jacquelyn Martin/REUTERS

Trotz der erfolglosen ersten Verhandlungsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Iran-Kriegs rechnet US-Präsident Donald Trump mit einer baldigen Einigung. „Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen“, sagte er vor seinem Abflug nach Las Vegas zu Reportern vor dem Weißen Haus. Sollte es nötig sein, werde er auch die noch bis kommenden Mittwoch dauernde Waffenruhe verlängern. 

Im Falle einer Einigung erwägt Trump, selbst zur Vertragsunterzeichnung in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu reisen, wo Delegationen beider Länder am vergangenen Wochenende zu einer ersten Verhandlungsrunde zusammengekommen waren. Ein Ergebnis wurde dabei allerdings nicht erzielt. 

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu behauptete unterdessen, Trump habe ihm versichert, er sei entschlossen, die Seeblockade gegen den Iran aufrechtzuerhalten und die nuklearen Fähigkeiten Teherans abzubauen. Dies und eine „friedliche Einigung“ mit dem Libanon könnten angeblich Israels Sicherheitslage in der Region in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt. 

Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 193 Tote und Hunderte Verletzte. 

Am 8. April hatten die USA und der Iran nach direkten Vermittlungsgesprächen Pakistans einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Am Wochenende verhandelten Vertreter Washingtons und Teherans über einen dauerhaften Waffenstillstand, erzielten aber keine Einigung.