Türkischer Geheimdienst nimmt zwei mutmaßliche Mossad-Spione fest

Türkische Sicherheitsbehörden haben bei einer groß angelegten Geheimdienstoperation zwei mutmaßliche Mossad-Spione festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Palästinenser ausspioniert und sensible Informationen weitergegeben zu haben.

By
Foto: -/AA (Archiv)

Der türkische Geheimdienst MIT hat nach Angaben türkischer Sicherheitskreisen zwei Männer festgenommen, die für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert haben sollen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen türkischen Geschäftsmann und seinen Komplizen, einen Türken mit palästinensischen Wurzeln, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag berichtete.

Die Festnahmen von Mehmet Budak Derya und Veysel Kerimoğlu erfolgten im Anschluss an eine groß angelegte Operation mit dem Namen „MONITUM“. Ihnen wird demnach vorgeworfen, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Palästinenser ausspioniert zu haben, die angeblich Israel feindlich gegenüber standen.

Die Verdächtigen sollen unter anderem über einen Marmorhandel Geschäftsbeziehungen zu Palästinensern geknüpft haben, die sie im Auftrag des Mossad ausspionierten. Zudem werde ihnen vorgeworfen, sich einem auf die Entwicklung von Drohnen spezialisierten Palästinenser in Tunesien genähert zu haben. Diesem hätten sie vom Mossad bereitgestellte Drohnenteile angeboten. Mohammed Suari, wurde 2016 im tunesischen Sfax in seinem Auto erschossen. Die palästinensische Widerstandsorganisation Hamas hatte Israel beschuldigt. 

Den mutmaßlichen Mossad-Spionen wird außerdem vorgeworfen, Fotos und weitere Informationen über Grundstücke und Immobilien im Gazastreifen weitergegeben zu haben, um diese möglicherweise zu erwerben, berichteten die türkischen Medien. Beide Männer befinden sich demnach in Untersuchungshaft.