Irans Außenminister: Angriffe auf Treibstofflager in Teheran sind „Ökozid“
Israels Angriffe auf Treibstofflager in Teheran hatten zuletzt zu einer massiven Luftverschmutzung geführt. Irans Außenminister warnt nun vor langfristigen Gefahren für Mensch und Umwelt.
Israelische Angriffe auf Treibstofflager in Teheran stellen nach Auffassung des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi aufgrund der langfristigen Gesundheitsrisiken für die Anwohner einen „Ökozid“ dar. Die Angriffe „verstoßen gegen das Völkerrecht und stellen einen Ökozid dar“, sagte Araghtschi am Montag im Onlinedienst X. Anwohner seien „langfristigen Schäden an ihrer Gesundheit“ ausgesetzt. Außerdem könne die „Kontamination von Boden und Grundwasser Auswirkungen über Generationen hinweg haben“.
Israels Militär hatte nach eigenen Angaben am 7. März ein Öllager im Süden der iranischen Hauptstadt Teheran bombardiert und ein großes Feuer ausgelöst. Infolgedessen kam es zu einer Luftverschmutzung und saurem Regen.
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministerium töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.444 Menschen im Iran. Mehr als 18.551 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 74 Tote und Tausende Verletzte.