„Global Sumud Flotilla“ nähert sich Gaza

Die „Global Sumud Flotilla“ will die völkerrechtswidrige Seeblockade Israels durchbrechen und Hilfsgüter nach Gaza bringen. Nach Angaben der Organisatoren ist die Hilfsflotte der Enklave nicht weit entfernt.

Foto: Niccolo Celesti/AA / AA

Die Gaza-Hilfsflotte „Global Sumud Flotilla“ ist nach Angaben der Organisatoren weniger als 400 Seemeilen von Gaza entfernt. „Die Zeit vergeht und die Flotilla bewegt sich mit ihr – jede Minute bringt die ‚Global Sumud Flotilla‘ näher nach Gaza und der Gerechtigkeit, die es verdient“, erklärte die Initiative auf der Plattform X. Geplant sei, dass die Schiffe am Dienstag oder Mittwoch den von Israel belagerten Küstenstreifen erreichen. 

Mehrere Friedensaktivisten an Bord berichteten, dass sich ein griechisches Marineschiff, das die Flotilla in internationalen Gewässern begleitet hatte, inzwischen zurückgezogen habe. Italienische und spanische Kriegsschiffe begleiteten sie jedoch weiterhin. „Das Einzige, was jetzt noch zwischen uns und Gaza liegt, ist das Meer“, sagte der niederländische Aktivist Ross Ykema in einer Videobotschaft.

Die „Global Sumud Flotilla“ mit Dutzenden Booten will die völkerrechtswidrige Seeblockade Israels gegen Gaza durchbrechen und Hilfsgüter für die notleidenden Menschen bringen. Die Gaza-Hilfsflotte ist bereits das dritte Vorhaben dieser Art in diesem Jahr. Zuvor waren die „Handala“ und die „Madleen“ der Freedom Flotilla Coalition gescheitert, da Israel diese in internationalen Gewässern geentert hatte.

Israels Vernichtungskrieg in Gaza

Israel führt seit Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza, der von immer mehr Experten und Menschenrechtsorganisationen als Völkermord eingestuft wird. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete Israel bisher mehr als 66.000 Menschen in Gaza, die meisten davon Frauen und Minderjährige. Demnach wurden mindestens 168.160 Menschen verletzt. 

Internationale Organisationen und die Vereinten Nationen haben für Teile des Gazastreifens eine Hungersnot erklärt und immer wieder direkt Israels Abriegelung des Gebiets für den Mangel an Nahrung verantwortlich gemacht. Israels Regierung sagt dagegen, es würden ausreichend Lebensmittel in den Gazastreifen gebracht und wirft der Hamas vor, humanitäre Hilfe abzugreifen. Beweise dafür wurden jedoch nicht vorgelegt. Auch das israelische Militär widersprach dieser Behauptung.

Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe verstößt gegen das Völkerrecht und gilt als Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit.