Zahlreiche Notrufe in Westdeutschland: Schäden durch Meteoriten-Teile in Rheinland-Pfalz

Heller Feuerblitz am Himmel: Ein Meteorit hat in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen für Verunsicherung gesorgt. Polizei und Behörden meldeten zahlreiche Notrufe.

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Koblenz, 08.03.2026 / Foto: Thomas Frey/dpa

Ein Meteorit hat im Westen Deutschlands für Aufregung gesorgt: In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gingen am Sonntagabend zahlreiche Notrufe bei der Polizei ein. „Der Überflug wurde an vielen Stellen in Rheinland-Pfalz wahrgenommen“, teilte das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz mit. Bruchstücke des Himmelskörpers fielen demnach gegen 19.15 Uhr auf die Erde. „Vereinzelt kam es zu Schäden in Rheinland-Pfalz, Personenschäden sind bisher nicht bekannt.“

Das Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern berichtete über „mehrere Notrufe“. Bürgerinnen und Bürger hätten „von einem hell leuchtenden Flugkörper mit kurzem Feuerschein beziehungsweise einem Feuerblitz am Himmel“ berichtet. Es sei auch die Vermutung geäußert worden, dass es sich um eine Rakete handeln könnte. Es gebe aber „keinerlei Hinweise auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis“, betonte die Polizei.

Auch in Nordrhein-Westfalen sorgte der Lichtblitz am Himmel für Verunsicherung. Bei der Polizei in Osnabrück gingen mehrere Notrufe ein. „Aufgrund der Schilderungen gingen die Anrufer zunächst von einem möglichen Flugzeugabsturz aus“, erklärte die Polizei. Dies habe aber ausgeschlossen werden können. Hinweise auf Schäden lagen demnach zunächst nicht vor.

Meteoriteneinschlag passiert selten

Trifft ein Asteroid auf die Lufthülle der Erde, zerfällt er oft in viele kleine Stücke. Manche davon verglühen, andere landen auf der Erde. Diese Brocken nennt man Meteoriten. Meteoriten stammen nach Angaben von Experten meist aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und können mehrere Milliarden Jahre alt sein. Sie sind Überreste der Entstehung unseres Sonnensystems.

Meteoriteneinschläge auf der Erde sind sehr selten. In Deutschland fielen im April 2023 bei Elmshorn mehrere Teile eines Meteoriten zu Boden. Das größte Fragment war ein rund 3,7 Kilogramm schwerer Brocken, der von Wissenschaftlern untersucht und später ausgestellt wurde. Er galt damals als der schwerste gefundene Meteorit seit rund 100 Jahren in Deutschland.