Trump: Waffenruhe im Gazastreifen weiterhin in Kraft

Trotz Waffenruhe setzt Israel seine Angriffe in Gaza fort. Berichtet wird von Dutzenden getöteten Zivilisten. US-Präsident Trump zeigt sich dennoch zuversichtlich.

Gaza, 20.10.2025 / Foto: Abdalhkem Abu Riash/AA / AA

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump trotz von beiden Seiten gemeldeter Verstöße weiterhin in Kraft. „Ja, das ist sie“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) an Bord des Präsidentenfliegers auf eine Reporterfrage zum Bestand der Feuerpause. Trump äußerte zudem die Vermutung, dass nicht die Hamas-Führung, sondern „Rebellen“ innerhalb der  palästinensischen Widerstandsorganisation für mutmaßliche Verletzungen der Waffenruhe verantwortlich sein könnten.

In jedem Fall werde „angemessen“ damit umgegangen, sagte Trump und fügte an: „Es wird hart, aber angemessen gehandhabt werden“. Die USA wollten „sicherstellen, dass es mit der Hamas sehr friedlich verläuft“.

Der israelische Staatssender „Kan 11“ berichtete am Sonntag von israelischen Luftangriffen in Rafah im Süden Gazas. Doch auch andere Teile des palästinensischen Küstenstreifens wurden örtlichen Berichten zufolge angegriffen.

Nach Angaben der Medienbehörde in Gaza tötete Israel seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober mindestens 97 Palästinenser und verletzte 230 weitere. Israel habe 80 dokumentierte Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen begangen, hieß es in einer Erklärung vom Sonntag. 

Vor Trumps Aussagen hatte Vizepräsident JD Vance gesagt, es werde „Rückfälle und Rückschläge“ bei der Waffenruhe geben. „Die Hamas wird Israel beschießen. Israel wird darauf reagieren müssen", behauptete er. Vance rief die mit den USA verbündeten arabischen Golfstaaten auf, eine „Sicherheitsinfrastruktur“ aufzubauen, um die Entwaffnung der Hamas sicherzustellen – die Bestandteil des von Trump vorangetriebenen Waffenruheabkommens im Gazastreifen ist.

Vance kündigte zudem für die kommenden Tage den Besuch eines Mitglieds der US-Regierung in Israel an. Er machte zunächst keine Angaben, um wen es sich handelte, fügte aber an: „Es könnte ich sein“.