Iran-Krieg: Fidan trifft Amtskollegen aus Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien
Am Rande des Antalya Diplomatie-Forums finden Gespräche zur Entschärfung der Krise im Nahen Osten statt. Ankara ruft zum Dialog auf. Auch Washington zeigt sich zuversichtlich für eine Annäherung mit dem Iran.
Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat am Rande des Antalya Diplomatie-Forums ein Treffen mit seinen Amtskollegen aus Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien abgehalten. Das bestätigten diplomatische Quellen am Freitag. Details zu den Gesprächen wurden zunächst nicht bekanntgegeben.
Vor dem Hintergrund der Waffenruhe im Iran und im Libanon hatte Fidan in seiner Rede die Bedeutung diplomatischer Lösungen betont. Ziel müsse es sein, „das Feuer in der Region zu löschen“ und einen dauerhaften Frieden zu erreichen. „Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass die erreichte Waffenruhe vollständig umgesetzt wird und in einen nachhaltigen Friedensprozess mündet“, sagte der türkische Außenminister.
Fidan warnte zugleich vor einer zunehmenden Verdichtung globaler Krisen. Unsicherheit und Konflikte seien zu zentralen Merkmalen der internationalen Ordnung geworden. Der US-israelische Krieg gegen den Iran und seine globalen Auswirkungen stünden im Fokus der aktuellen Diskussionen.
Beim diesjährigen Antalya Diplomatie-Forums kommen erneut zahlreiche Staats- und Regierungsvertreter in der türkischen Mittelmeer-Metropole zusammen. Das Motto lautet „Die Zukunft gestalten, mit Unsicherheiten umgehen“. Es geht um globale Unsicherheiten und geopolitische Spannungen.
Das im Jahr 2021 gegründete Antalya Diplomatie-Forum gilt als wichtige Plattform für Dialog, Kooperation und hochrangigen diplomatischen Austausch. Es wird jährlich vom türkischen Außenministerium organisiert.
Trump offen für zweite Verhandlungsrunde
Am vergangenen Wochenende war eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump könnte es bald zu einer zweiten Verhandlungsrunde kommen.
Es gebe bei den Gesprächen „überhaupt keine Knackpunkte“ mehr, sagte Trump am Freitag in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. „Wir sind sehr nah dran. Es sieht so aus, als ob es für alle sehr gut sein wird. Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu haben“, sagte Trump in dem Interview. Er verwies unter anderem auf die vom Iran angekündigte Öffnung der Straße von Hormus. „Die Meerenge wird offen sein, sie ist schon offen“, sagte der Präsident. „Und die Dinge laufen sehr gut.“
Der Iran hatte am Freitag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon die Straße von Hormus für Handelsschiffe vorübergehend „vollständig“ geöffnet. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, die Durchfahrt sei für die Dauer der Waffenruhe uneingeschränkt möglich. Trump begrüßte den Schritt, kündigte jedoch zugleich an, dass die US-Blockade iranischer Häfen bis zu einem umfassenden Abkommen mit Teheran bestehen bleiben werde.