Istanbul: TRT World Citizen Awards im Zeichen globaler Menschlichkeit

Bei der Preisverleihung von TRT World haben sich die Emotionen überschlagen. Für den bewegendsten Moment sorgte die posthume Auszeichnung des palästinensischen Journalisten Yahya Barzaq. Er war bei einem Angriff Israels in Gaza getötet worden.

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Istanbul: TRT World Citizen Awards im Zeichen globaler Menschlichkeit / Foto: AA / AA

Bei den siebten TRT World Citizen Awards am Freitagabend in Istanbul sind erneut Personen für ihre besonderen humanitären Verdienste ausgezeichnet worden. Sie setzen sich in unterschiedlichen Teilen der Welt für Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit ein. 

An der Zeremonie nahm unter anderem die türkische First Lady Emine Erdoğan teil. In ihrer Rede sagte Erdoğan, die Veranstaltung zeige, dass Menschlichkeit keine Grenzen kenne. Weltweit seien zahlreiche und oft unbekannte Personen im Einsatz für eine gerechtere Welt.

Für den emotionalen Höhepunkt des Abends sorgte die Verleihung des Preises für den „Weltbürger des Jahres“. Er ging posthum an den palästinensischen Journalisten Yahya Barzaq. Barzaq war am 30. September im Alter von 35 Jahren bei einem Luftangriff Israels in Deir al-Balah im Zentrum Gazas getötet worden.

Yahyas Mutter bekam den Preis stellvertretend für ihren Sohn von der Präsidentengattin überreicht. Für viele war es der bewegendste Moment des Abends. Erdoğan würdigte den getöteten Journalisten als Märtyrer, der die Wahrheit in die Öffentlichkeit getragen habe – so wie viele andere seiner Kollegen.

Weitere Auszeichnungen 

Den Preis in der Kategorie „Bildung“ erhielt Rudayna Abdo, Gründerin der Plattform Thaki. Sie ermöglicht benachteiligten Kindern im Libanon und in Jordanien einen Zugang zu digitaler Bildung. 

In der Kategorie „Jugend“ wurde die nigerianische Aktivistin Amara Nwuneli ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Umweltprojekte wurden ehemalige Abfallflächen in Spielplätze für Kinder umgestaltet.

Für Verdienste im Bereich „Kommunikation“ erhielten dieses Jahr die Softwareingenieurinnen Ibtihal Abousaad und Vaniya Agrawal den begehrten Preis. Sie setzen sich mit ihrem Aktivismus gegen Menschenrechtsverletzungen durch den Einsatz von umstrittenen KI- und Cloud-Technologien ein.

Die Auszeichnung für das „Lebenswerk“ ging an den italienischen Architekten Raul Pantaleo, der unter anderem für seine humanitären Bauprojekte in Krisengebieten bekannt ist.

Mit dem Preis in der Kategorie „Barrierefreiheit" wurde Joohi Tahir geehrt. Sie arbeitet aktiv an der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in muslimischen Gemeinden.