Mehrheit hält Anstellung von Verwandten in der AfD für problematisch

Die Frau vom Kollegen im eigenen Bundestagsbüro beschäftigen? Die AfD steht wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft in der Kritik. In einer aktuellen Umfrage äußern sich Bürgerinnen und Bürger dazu.

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Mehrheit hält Anstellung von Verwandten in der AfD für problematisch / Foto: Christoph Reichwein/dpa / DPA

Nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft gegen die AfD hält eine Mehrheit der Deutschen einer Umfrage zufolge diese Beschäftigungsverhältnisse für problematisch. Auf die Frage „Die AfD steht derzeit in Kritik, weil einige Abgeordnete Angehörige von anderen AfD-Abgeordneten als Mitarbeiter eingestellt haben, die von Steuergeld bezahlt werden. Finden Sie dies problematisch?“ antworteten 57 Prozent der Befragten der Insa-Umfrage für „Bild“ mit „Ja“, 28 Prozent verneinten das. 15 Prozent der 1.001 Befragten antworteten mit „Weiß nicht/keine Angabe“. Die Umfrage ist den Angaben nach repräsentativ.

In mehreren Bundesländern waren Fälle bekanntgeworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Bundestagsabgeordneten beschäftigt worden sind. Auch AfD-Parteichef Tino Chrupalla beschäftigt nach eigenen Angaben in seinen Bürgerbüros die Ehefrau des sächsischen Landtagsabgeordneten Robert Kuhnert.

Unentschieden waren sich die Umfrageteilnehmer in der Frage, ob die aktuellen Vorwürfe der Partei schaden. 41 Prozent bejahten dies, 39 Prozent der Befragten antworteten mit „Nein“ auf eine entsprechende Frage. 20 Prozent äußerten sich nicht oder antworteten mit „weiß nicht“.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 12. und 13. Februar 1.001 Wahlberechtigte in Deutschland befragt.