Treffen zwischen Rubio und Syriens Außenminister in München

Im Zuge des politischen Umbruchs in Syrien setzen die USA auf direkten diplomatischen Austausch mit Damaskus. Beim Gespräch zwischen Rubio und al-Schaibani ging es unter anderem um die jüngsten Entwicklungen in der Region.

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Treffen zwischen Rubio und Syriens Außenminister in München / Foto: Reuters / Reuters

US-Außenminister Marco Rubio hat am Freitag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz den syrischen Amtskollegen Asaad al-Schaibani getroffen. Rubio und al-Schaibani hätten über die Entwicklungen in Syrien und der Region gesprochen, teilte das syrische Außenministerium mit. Rubio äußerte demnach die Unterstützung der USA für die kürzlich erzielte Einigung zur Eingliederung der militärischen und zivilen Institutionen der Kurden in den syrischen Staat.

Der Chef der Terrorgruppe YPG/SDF, Maslum Abdi, bestätigte, ebenfalls an dem Treffen teilgenommen zu haben. Er beschrieb die Gespräche als „positiv“. Die YPG ist der syrische Ableger der Terrororganisation PKK. Die YPG kämpft auch unter dem Namen „Syrische Demokratische Kräfte Syriens“ (SDF) zusammen mit anderen bewaffneten Gruppen.

Nach monatelangem Konflikt und teils heftigen Kämpfen hatten die Regierung von Präsident Ahmed al-Scharaa und die YPG/SDF im Januar ein Abkommen geschlossen. Die Einigung sieht vor, dass die militärischen Einheiten und die zivilen Stellen der YPG in die Einrichtungen des syrischen Zentralstaates eingegliedert werden.

Kämpfer unter Führung der Rebellengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatten am 8. Dezember 2024 Damaskus erobert. Machthaber Baschar al-Assad, der Syrien jahrelang mit eiserner Hand regiert und in einen fast 14 Jahre dauernden Bürgerkrieg gestürzt hatte, floh daraufhin nach Russland. Präsident al-Scharaa bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 um Reformen und internationale Anerkennung.