Russland weist Diplomaten der britischen Botschaft wegen Spionagevorwürfen aus

Die Spannungen zwischen Russland und Großbritannien verschärfen sich weiter. Moskau weist einen britischen Diplomaten wegen Spionagevorwürfen aus. London spricht von haltlosen Anschuldigungen.

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Russland weist Diplomaten der britischen Botschaft wegen Spionagevorwürfen aus. / Foto: Reuters / Reuters

Russland hat die Ausweisung eines Diplomaten der britischen Botschaft wegen Spionagevorwürfen angeordnet. Der russische Geheimdienst FSB erklärte am Montag, der Diplomat müsse Russland binnen zwei Wochen verlassen. Der 29-Jährige sei als zweiter Sekretär an der Botschaft in Moskau tätig und an „subversiven nachrichtendienstlichen Aktivitäten beteiligt, welche die Sicherheit Russlands bedrohen“.

Wegen der Vorwürfe bestellte das russische Außenministerium zudem die britische Geschäftsträgerin Danae Dholakia ein. Das Ministerium veröffentlichte Videoaufnahmen von ihrer Ankunft zu dem Termin.

Das Außenministerium in London wies die Spionagevorwürfe gegen den Diplomaten als „völligen Unsinn“ zurück. Russland verbreite „böswillige und völlig haltlose Anschuldigungen“ und betreibe eine „aggressive und koordinierte Kampagne der Schikane“ gegen britische Diplomaten.

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und Russland hatten nach dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine vor mehr als vier Jahren einen Tiefpunkt erreicht. Vielfach wurden in den vergangenen Jahren gegenseitig Diplomaten ausgewiesen. Erst im Februar entzog das Außenministerium in London einem russischen Diplomaten die Akkreditierung und reagierte damit auf eine entsprechende Maßnahme der russischen Seite einen Monat zuvor.