Posted 16.07.2012 07:21:00 UTC
Updated 16.07.2012 10:42:23 UTC
Während die Gewalt in Syrien anhält, hat die Türkei 150 weitere syrische Turkmenen aufgenommen, die aus Dörfern der Provinz Latakia stammen. Die turkmenischen Dörfer werden seit Tagen sowohl von der Luft als auch vom Boden aus unter Beschuss genommen. Die Ereignisse spielen sich bereits in der Nähe der türkischen Grenze ab. In den Morgenstunden bombardierte ein Helikopter der syrischen Armee Dörfer, die sich in nur einige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt sind.
Aus Syrien flüchteten 150 Turkmenen in die Türkei. Sie reisten über die Kreisstadt Yayaladag der Provinz Hatay in die Türkei ein und wurden in die Kreisstadt Islahiye der Provinz Gaziantep entsandt. Über die Dörfer Kavalcik, Bükülmez und Kusakli bei Hatay Reyhanli kamen 116 Syrer in die Türkei. Unter den syrischen Flüchtlingen befinden sich auch 4 Offiziere und 13. Soldaten. Die Soldaten wurden im Flüchtlingslager Apaydin untergebracht. Die Zivilisten hingegen wurden in die Flüchtlingslager in Ceylanpinari und Islahiye entsandt.
Auf der anderen Seite nähern sich die Gefechte immer mehr an die türkische Grenzregion. Nach Angaben von Dorfbewohnern sei die syrische Ortschaft Atma, in unmittelbarer Nähe zum Dorf Bükülmez bei Hatay Reyhanli, von Helikoptern bombardiert worden. Das in den frühen Morgenstunden begonnene Bombardement habe einige Stunden gedauert.
Fünf Syrer, die bei den Angriffen verletzt und von ihren Verwandten in die Türkei gebracht wurden, seien anschließend in das staatliche Krankenhaus in Reyhanli eingeliefert worden. Die Lage von zwei der verletzten Syrer sei ernst und wurden zur medizinischen Behandlung in das staatliche Krankenhaus in Antakya gebracht.