Posted 29.06.2012 10:04:15 UTC
Updated 29.06.2012 10:04:15 UTC
Usbekistan hat mittgeteilt seine Mitgliedschaft in der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) einzustellen.
Der Sprecher der OVKS, Wladimir Sainetdinow, teilte dies in einer entsprechenden Erklärung der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti mit und bestätigte, dass Taschkent in einer Note über die Einstellung seiner Mitgliedschaft im Militärbündnis der GUS-Staaten, zu denen auch Armenien, Kasachstan, Weißrussland, Kirgisien und Tadschikistan gehören, informiert habe.
Russland hatte die OVKS 1992 als Alternative zur NATO aus ehemaligen Sowjetrepubliken gegründet. Doch wegen verschiedener Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten verlor das Militärbündnis zunehmend ein Einfluss.
Unterdessen kritisierte der Präsident des Verteidigungskomitees des tadschikischen Parlaments, Emirkul Azimov in einer entsprechenden Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti die Entscheidung Usbekistans. Emirkul sagte, dass Usbekistan mit dieser Entscheidung nicht hilfreich für die gemeinsame Sicherheit in der Region sein werde.
Der stellvertretende Präsident für die Verteidigung und die Sicherheit der Föderalen Versammlung, Nikolay Fedoryak sagte, dass Usbekistan diese Entscheidung bereuen könnte, wenn die USA und die NATO wie geplant 2014 ihre Streitkräfte aus Afghanistan abziehen. Fedoryak fügte hinzu, es sei sehr bedauernswert, dass Usbekistan diese Entscheidung getroffen habe ohne die Ergebnisse zu analysieren.