Posted 27.07.2012 13:26:45 UTC
Updated 27.07.2012 13:26:45 UTC
Wir richten unseren heutigen Kurs auf die Stadt Denizli im Südwesten der anatolischen Halbinsel und im Südosten der ägäischen Region. Denizli ist bekannt mit seinem Tourismus und seinen entwickelten künstlerischen Eigenschaften.
In historischen Quellen tritt Denizli unter verschiedenen Namen auf. Die erste Niederlassung von Denizli befindet sich in der Nähe des Dorfes Eski Hisar, etwa 6 Kilometer in Norden der heutigen Stadt und wurde zwischen 261 und 245 vor Christus vom syrischen König Antiochos II. gegründet. Herrscher Antiochos der Zweite gab der Stadt den Namen seiner Gattin Laodike. Die Stadt wurde Laodikeia genannt, was Stadt der Laodike bedeutet. Im 7. Jahrhundert wurde die Stadt bei einem Erdbeben stark beschädigt und an der heutigen Stelle als Teil des Festung neu errichtet. In späteren Zeiten wurde die Stadt von Türken Ladik genannt.
In den Notizen des Reisenden Ibn Battuta tritt die Stadt unter dem Namen Tunguzlu auf, was in der heutigen Rechtschreibung Denizli bedeutet. Mit der Zeit verwandelte sich der Name in Denizli.
Denizli ist mit seinen Kalksinterterrassen Pamukkale berühmt. Die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstandenen Kalksinterterrassen stellen heute eine Touristenattraktion dar. Die zu eines der berühmtesten Naturwunder der Türkei gehörenden Kalksinterterrassen sind 2700 Meter lang und 160 Meter breit. Pamukkale fällt mit seiner weißen Farbe schon aus einer Entfernung von 20 Kilometern auf. Das dortige Quellwasser ist mit Calciumhydrogencarbonat gesaettigt. Beim Austreten entweicht durch den Druckabfall Kohlendioxid, wodurch die Löslichkeitsgrenze von Calciumbirkarbonat überschritten wird, das in Form von Travertin ausfällt. Außerdem liegt bei Pamukkale auch der heilige antike Ort Hierapolis. Erhalten sind eine ausgedehnte Nekropole mit verschiedensten Gräbertypen, Apollotempel und Plutonium, ein großes Theater, die Philippus-Kirche sowie Bäder, Gymnasium und große Teile der Stadtmauer. Als Naturwunder und mit seinen Heilbädern zieht Pamukkale jedes Jahr tausende Touristen aus dem In- und Ausland an. Denizli ist auch mit dem Denizli-Kräher berühmt, der bereits zum Symbol der Provinz geworden ist. Der Denizli-Kräher ist in der Lage, einen Krähruf von 25 Sekunden, in Extremfällen sogar über 30 Sekunden zu erzeugen. Eine kulturhistorische Bedeutung kommt den Denizli in der Türkei zu, sie repräsentieren dort eine der ältesten gezielt gezüchtete Hühnerrasse.
Die Textilindustrie gehört mit seinem Potential für Arbeitsplätze zu den führenden Industriesektoren von Denizli.
In den 50 Jahren begannen Menschen in Denizli und Umgebung mit der Gründung von kleinen und mittelständischen Textilateliers und Herstellung von Textilprodukten. Mit der zunehmenden Nachfrage wurden aus den Ateliers moderne Industrieanlagen. Die industrielle Entwicklung wirkte sich positiv auf die Qualität der Produkte aus. Die Zahl der industriellen Textilanlagen wuchs ständig an. In der Gegenwart, besonders mit der Förderung des Exports von Textilprodukten in den letzten Jahren, konzentriert sich die Textilindustrie in Denizli besonders auf die Produktion von Fertigkleidern. Während neue Konfektionsfabriken gegründet wurden, haben einige Unternehmer in Spinnereien und Webereien investiert.
Faktoren wie Arbeitskraft, Qualität und Reichhaltigkeit von Rohstoffen, Nähe zu den ausländischen Märkten, haben Denizli zum türkischen Marktführer der Textilien und Konfektionssektoren gemacht.
Wenn Ihr Weg mal nach Denizli führen sollte, empfehlen wir Ihnen die Kalksinterterrassen Pamukkale zu besichtigen und Heilbäder wie Karahayit und Yenice zu besuchen.
Zudem sollten sie die Überreste der einst als groß und heilig geltenden antiken Städte Hierapolis, Laodikeia, Colossaea, Tripolis Heraclaia besuchen.
In den Einkaufszentren innerhalb der Altstadt, sowie im Einkaufszentrum Babadaglilar im Stadtzentrum, können Sie Textilprodukte, Handtücher, Bademäntel oder andere Textilprodukte kaufen.
Zudem sollte man unbedingt auf dem Picknickplatz an den Abhängen des Karci Berges, der mit seinem Wasser und dem Tannenwald-Panorama bekannt ist, ein Picknick gemacht haben.
Wir hoffen Sie bei einem neuen Kurs wieder antreffen zu können.