Posted 03.06.2012 09:52:39 UTC
Updated 03.06.2012 09:52:39 UTC
Berlin (dpa) - Angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) vor einem Flächenbrand in Syrien gewarnt. An diesem Montag will er zu einer Nahost-Reise aufbrechen: Er wolle vor Ort Gespräche über die Frage führen, «wie der Gewalt endlich ein Ende gesetzt werden kann», sagte Westerwelle der «Bild am Sonntag». Die Reise führt Westerwelle nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate, zu einer Anti-Terror-Konferenz in die Türkei und in den Libanon.
Zuvor will Westerwelle am Montag seinen französischen Amtskollegen Laurent Fabius zu dessen Antrittsbesuch empfangen. Auch bei diesem Treffen soll die Frage nach einem Ende der Gewalt in Syrien im Mittelpunkt stehen. Im Gegensatz zur französischen Regierung steht Westerwelle einer Militärintervention in Syrien weiterhin ablehnend gegenüber: «Ein Flächenbrand muss vermieden werden, der die ganze Region in Brand setzen könnte. Wir dürfen angesichts der hochkomplexen und gefährlichen Lage in Syrien nicht die falsche Erwartung erzeugen, als könnte mit einer militärischen Intervention eine schnelle Lösung erzwungen werden», sagte Westerwelle der Zeitung.